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Weihnachten – Das Fest der Liebe und des Konsums 

30.10.2020

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In weniger als zwei Monaten ist es soweit, Weihnachten steht vor der Tür. 

 

Schon seit Oktober stehen Kerzen, Adventskränze und Christbaumkugeln in den Geschäften, um die Vorweihnachtszeit einzuläuten. Weihnachtslieder werden in Dauerschleife gespielt und Werbetafeln weisen uns auf die Dringlichkeit des Geschenkekaufens hin. Doch ist es das, worum es an Weihnachten geht? Konsum statt Liebe? Es scheint, als hätten wir im Laufe der 2000 Jahre vergessen, wo das heilige Fest seinen Ursprung hat und was es eigentlich bedeutet. 

Für die meisten Menschen bedeutet Weihnachten Zeit mit der Familie, Geschenke von den Liebsten und leckeres Essen. Das klingt erst einmal gut, doch in der Realität sieht das anders aus.

Weihnachten ist die Zeit des Konsums, von der besonders der Einzelhandel profitiert.

 

Im Jahr 2018 wurden rund 99,4 Milliarden Euro in den Monaten November und Dezember erwirtschaftet, ein Jahr später wurde die 100 Milliarden Euro Marke geknackt. Ein Rekord für die Wirtschaft. Doch was bedeutet das für den Einzelnen? Im Durchschnitt gibt der deutsche Verbraucher rund 280 Euro für Weihnachtsgeschenke aus, Tendenz steigend. Die beliebtesten Geschenke unter dem Weihnachtsbaum sind Klassiker wie Bücher, Geld, Kleidung, Spielwaren und Süßigkeiten. Damit es zur Bescherung auch etwas zum Auspacken gibt, kaufen wir zudem fleißig Geschenkpapier für unsere Errungenschaften. Doch was passiert damit, nachdem die Geschenke oftmals in weniger als einer Minute wieder ausgepackt sind? Das schöne Papier landet im Müll und bedingt damit eine Steigerung des Papiermülls um rund zehn Prozent gegenüber dem Rest des Jahres. In Anbetracht der kurzen Dauer der Verwendung erscheint das nicht besonders nachhaltig – doch es gehört eben zu Weihnachten dazu. 

Der weniger schöne Teil der weihnachtlichen Zeit sind hingegen die Geschenkebesorgungen. Angetrieben von übergroßen Werbetafeln, die uns suggerieren, dass wir sowieso schon zu spät dran sind, hetzen wir durch die Einkaufscenter. Die gute Nachricht: In unserem Weihnachtsrausch unterstützen wir lokale Geschäfte, statt wie sonst überwiegend online zu shoppen. Die schlechte Nachricht: Der Druck, das perfekte Geschenk zu finden. Dabei geben wir immer mehr Geld aus, um der Erwartung, an Weihnachten Geschenke parat haben zu müssen, gerecht zu werden. Doch woher kommt diese Erwartungshaltung? Ist Zuneigung heutzutage an einen Geldwert gekoppelt? 

Robert Böhnke, Experte für nachhaltigen Konsum beim Rat für Nachhaltige Entwicklung, sieht vor allem die Marketingmaschinerie der Hersteller als Verursacher von Bedürfnissen, die wir zuvor gar nicht hatten. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung von Produkten wirken die Vorgängermodelle alt und die Werbung suggeriert uns: „Kauf dir lieber das neue Modell. Das ist besser.“ Diese Wegwerfhaltung zeigt sich auch in unserem Kleidungskonsum: Jedes fünfte Kleidungsstück wird so gut wie nie getragen und mehr als die Hälfte unserer Kleidung entsorgen wir schon nach drei Jahren. Wozu dann eigentlich noch die ganzen Geschenke, wenn die meisten davon (un-)genutzt nach wenigen Jahren im Müll landen? 

Neben den Geschenken geht es an Weihnachten auch darum, Traditionen zu pflegen.

 

Dazu gehört der geschmückte Weihnachtsbaum genauso wie die Weihnachtsgans am ersten Feiertag. Doch in Wahrheit sind unsere schönen Traditionen hohe Ressourcenverbraucher: Rund 24 Millionen Weihnachtsbäume und zehn Millionen Weihnachtsgänse werden jedes Jahr verkauft. Für die Zubereitung des Festessens am ersten Weihnachtsfeiertag verbrauchen wir Deutschen rund 480 Millionen Kilowattstunden am Tag – das ist rund ein Drittel mehr als an normalen Tagen. Nach dem Essen bleiben dann oftmals Reste übrig, da im Vorhinein lieber zu viel als zu wenig eingekauft wurde. Weihnachten erhöht die Lebensmittelverschwendung damit enorm, die über das ganze Jahr verteilt schon bei rund 6,7 Millionen Tonnen liegt. Wenn nun noch der Energieverbrauch durch die Sonderzüge der Deutschen Bahn und die kilometerlangen Staus auf der Autobahn berücksichtigt werden, ist Weihnachten wirklich ein verschwenderisches Unterfangen. 

Natürlich ist es keine Option, Weihnachten ausfallen zu lassen.

 

Es geht auch nicht darum, zu sagen: Wir dürfen uns jetzt nichts mehr kaufen. Aber man kann die weihnachtliche Zeit auch etwas ressourcenschonender gestalten. Ganz Deutschland erlebt derzeit eine Bewegung der Nachhaltigkeit, die Upcycling und DIY wieder beliebter werden lässt. Repair-Cafés bieten der Wegwerfgesellschaft die Stirn und zeigen, dass viele Gebrauchsgegenstände auch mit kleinen Macken noch nicht reif für die Mülltonne sind. Dieses Mindset lässt sich ebenfalls gut auf Weihnachten übertragen: Es gibt stromsparende LED-Lichterketten, regional produzierte Weihnachtsbäume und Fleisch aus biologischem Anbau. Es bedarf keiner drastischen Maßnahmen, um dem Konsumwahnsinn zu entkommen und den eigenen ökologischen Fußabdruck etwas zu verkleinern. Gerade Weihnachten ist doch die Zeit der Besinnlichkeit, des füreinander Daseins und der Solidarität. Wie könnte man also besser für seine Mitmenschen und für die Umwelt da sein, als einen Beitrag zum Schutz der natürlichen Ressourcen zu leisten? 

Das INN.MYBAG Team wünscht in diesem Sinne frohe Weihnachten und schöne Feiertage! 

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